VfB begeistert seine Fans in Cloppenburg

Veröffentlicht auf von Roberto

Der VfB Oldenburg setzte endlich das dringend benötigte Ausrufezeichen: Nach dem Auswärtsspiel beim bisherigen Tabellenführer BV Cloppenburg verließ man endlich auch nach einem Ligaspiel als absolut verdienter Sieger den Rasen. Vor gut 2000 Zuschauern hatten die Oldenburger ein begeisterndes Spiel abgeliefert, das erst mit dem Schlusspfiff enschieden war. Bereits nach 5 Minuten lagen die Oldenburger in Front; Steve Sam köpfte nach einem Eckball freistehend ein. Fortan glich das Geschehen neben oder eher hinter dem Spielfeld einer Vorschau auf das Stadtfest, wurde doch im Oldenburger Block gefeiert und angefeuert, was die Stimmbänder hergaben. Immer wieder nach vorne gepeitscht, erarbeitete das starke VfB-Mittelfeld mit Waldemar Kowalczyk, Mariusz Zmijak und vor allem dem jungen Nermin Becovic, der erstmals von Anfang an randurfte, Chance um Chance, von der bis zum Pausenpfiff leider keine weitere genutzt wurde. Vor allem Thomas Friauf haderte mit dem Glück, traf er doch frei vor dem Cloppenburger Torwart Wegmann nur den Pfosten. Eben diese Präzision sollte sich für den sich leidenschaftlich in Richtung eines jeden Balles werfenden Friauf nach der Pause lohnen: Nach einer Stunde Spielzeit köpfte er den Ball trotz Bedrängnis durch zwei Abwehrspieler im Fallen in den Cloppenburger Kasten. Spätestens jetzt gab es für die ca. 300 VfB-Fans hinter dem soeben entjungfertem Tor kein Halten mehr: Der Zaun wurde erklommen und wer keinen Platz fand, übte sich bereits im Tanzen für das folgende Stadtfest. Allein Schiedsrichter Henrik Bramlage wollte es nochmal spannend machen; nach einem mehr als umstrittenen Elfmeterpfiff kamen die Gastgeber durch Florian Greve noch einmal ran. In der Folgezeit sah man den VfB immer wieder weite Bälle nach vorne rausschlagen, die Mariusz Zmijak in einer unglaublichen Ruhe immer wieder zur Eckfahne trug, um sie dort mehrmals und minutenlang gegen bis zu 3 BVC-Spieler zu verteidigen, sodass sich Florian Greve aufgrund mangelnder Geduld zu einem Foul hinreißen ließ, das ihn 5 Minuten früher in die Dusche entließ. Als Mariusz Zmijak sich dann doch noch einmal entschied, den Ball in einer unwiederstehlichen Geschwindigkeit in den Strafraum zu tragen, sah man im Cloppenburger Abwehrlager kein anderes Mittel, als ihn unsanft zu Fall zu bringen, was einen Elfmeter nach sich zog. Den anschließenden Elfmeter in der mittlerweile "gefühlten" 112. Minute verwandelte Thölking souverän. Der Rest war Party.
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